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Zukunftserwartungen: die Altersvorsorge

Vom Herbst 2007 stammt eine Studie von Postbank und dem Allensbacher Institut über die Altersvorsorge. Die Ergebnisse von damals scheinen knapp zwei Jahre später noch genau so aktuell, weswegen ich einige Ergebnisse daraus zitiere:

Zur finanziellen Situation im Alter

"Die konjunkturelle Erholung im Jahr 2007 ist ohne Effekt auf die Sorge der Deutschen um ihre finanzielle Situation im Alter geblieben: Jeder Sechste, exakt sind es 16,3 Prozent aller Deutschen, befürchtet heute, den Lebensunterhalt im Alter nicht mehr aus eigenen Mitteln bestreiten zu können. „Die Sorge vor Altersarmut ist damit keineswegs schwächer geworden und in Ostdeutschland sogar noch gewachsen“, kommentiert der Vorstandschef der Postbank, Dr. Wolfgang Klein das (2007)  in Berlin vorgelegte Ergebnis einer bundesweit repräsentativen Studie."

Wie hoch soll der monatliche Sparbetrag sein?

Weiter heißt es:

„Wenn die Bürger die konjunkturelle Erholung und die verbesserte Beschäftigungslage in Deutschland schnellstmöglich zu verstärkten Investitionen im Bereich der privaten Altersvorsorge nutzen könnten, wäre dieser Sorge noch wirksam zu begegnen“, so Klein."

Die Einsicht in der Bevölkerung dazu ist vorhanden. Die Altersvorsorge der Berufstätigen in Deutschland, die privat vorsorgen, lag zwischen 2005 und 2007 bei rund 200 Euro im Monat. Das aber halten die Sparer selbst für zu wenig: für ein finanzielles Auskommen im Alter sehen sie knapp 270 Euro als erforderlich an.

Rente mit 67

Die „Rente mit 67“, ein Ansatz zur staatlich finanzierbaren Altersvorsorge, war vor zwei Jahren nicht mehrheitsfähig; 37 Prozent der jungen Berufstätigen zwischen 16 und 29 Jahren hielt davon nichts. Wie die Zustimmung dieses Jahr ausfällt, wird man auch an den Ergebnissen zur Bundestagswahl sehen. Und noch einemal zur 2007er Umfrageauswertung:

Alternativen?

"Gefragt, wie man zukünftig die Altersvorsorge verstärken will, steht unter den Berufstätigen in Deutschland eine private Rentenversicherung mit 10,4 Prozent an erster Stelle. Es folgen mit 9,9 Prozent der Kauf eines Eigenheims und dann bereits eine private Riester-Rente mit 8,5 Prozent (Mehrfachnennungen möglich)."

In der Frankfurter Allgemeinen wird heute eine Umfrage zitiert, die besagt, dass nur ein Prozent der Deutschen langfristig keine finanziellen Sorgen kennen. Ansonsten hat sich quer durch alle Einkommensklassen der 'Sorgenberg' in den letzten Monaten vergrößert.

Zwar ist die Sparquote der Deutschen international hoch und in jüngster Zeit gestiegen - aber die aktuellen Probleme und die Sorge um die Zukunft sind davon unberührt. Um das zu ändern, wäre die Politik vor allen Versicherern gefragt. Andererseits sollten wir nicht darauf bauen, dass sie echte Lösungen erarbeitet.

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