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Die Gesundheitsreform wirft ihre Schatten voraus: Noch bevor sie in Kraft tritt, sorgt sie für drastische Wirkungen. Und zwar diesmal nicht auf Seiten der Versicherten.
Sondern? Diesmal sind die Versicherungen betroffen. Wegen der Gesundheitsreform gehen den Privaten die Kunden aus. Nun setzen sie ihre Hoffnung in die private Zusatzversicherung. Und natürlich hoffen Versicherungen nicht nur. Sondern sie schnüren attraktivere Angebote, um den Kunden den Wechsel in dieser Sparte schmackhaft zu machen.
Seit Monaten ringen die Ausschüsse um das endgültige Profil der Gesundheitsreform. Dieser Hickhack hat Spuren in den Bilanzzahlen der Privatkassen hinterlassen. Mittlerweile weiß niemand mehr, was die PKV zukünftig wird - und wartet ab. Auch die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze dämpft die Bilanzen, so der PKV Verband in seinem Jahresbericht.
Den Rückgang erklärt der Verband mit der nicht enden wollenden Reformdebatte. Der andere Grund: Die angehobene Versicherungs-Pflichtgrenze. Auch noch vier Jahre nach der Anhebung ist sie für viele Menschen eine Grenze, die sie nicht überspringen können.
Und das zeigt sich Jahr für Jahr. Die Neuabschlüsse bei Vollversicherungen sind seit dem Jahr 2003 rückläufig. Und was tun, wenn die private Vollversicherung vielen verschlossen bleibt? Richtig, da gibt es noch die Zusatzversicherung.
Hier hat das Geschäft im letzten Jahr deutlich zugenommen. 7,7 Prozent mehr als noch 2005 sichern sich über die PZV ihre individuelle Vorsorge. Insgesamat haben über 18,4 Millionen der Deutschen eine private Zusatzversicherung.